LTE / 4G – was ist das eigentlich?
Mit dem Siegeszug der Smartphones sind die Anforderungen an den mobilen Internetzugang immens gestiegen. Längst gehören auch im mobilen Bereich Downloadgeschwindigkeiten von mehreren Megabit pro Sekunde zur Normalität. Kaum einer, der sich noch mit Geschwindigkeiten aus der ISDN Zeit zufrieden gibt. Doch die derzeitige UMTS- oder auch 3G-Technik ist, was Datenraten, Latenzzeiten und Reichweiten angeht, an ihre Grenzen gelangt. Deshalb haben die großen deutschen Mobilfunkbetreiber damit begonnen, den nächsten Evolutionsschritt einzuleiten und die LTE- (Long Term Evolution) oder auch 4G-Technik bundesweit auszubauen. Was die Vorteile dieser Technik sind und welche Produkte schon am deutschen Markt erhältlich sind beschreibt folgender Artikel.
Die LTE-Technik hat gegenüber der 3G-Technik vor allem in drei Bereichen gravierende Vorteile. Diese Bereiche sind die Bandbreite, die Reichweite und die Latenzzeit.
Bandbreite:
Mit der 3G HSDPA-Technik sind maximale Downloadraten von bis zu 14,4 Mbit/s möglich. LTE hingegen kann weit höhere Bandbreiten zur Verfügung stellen. So sind Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und darüber technisch realisierbar. Damit wird der mobile Internetanschluss auch für Dienste wie Video on Demand oder IPTV interessant.
Reichweite:
Ein UMTS Mobilfunksendemast deckt lediglich einen Bereich von wenigen Kilometern ab. Dadurch entstehen für die Provider hohe Investitionskosten, wenn sie die 3G-Technik flächendeckend anbieten möchten, da eine hohe Anzahl an UMTS Zellen installiert werden muss. Durch neue Frequenzbereiche kann ein LTE Sendemast einen Bereich von über 10 km mit schnellem Internet versorgen. Die benötigte Anzahl der LTE Zellen sinkt dadurch. Nicht umsonst ist für viele Provider die 4G-Technik die Schlüsseltechnologie zur flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit schnellem Internet.
Latenzzeit:
Unter der Latenzzeit versteht man die Verzögerung, die ein Datenpaket auf dem Weg vom Sender bis zum Empfänger erfährt. Der 3G Internetzugang hat zum Teil Latenzzeiten von weit über 100 ms. Dadurch sind Echtzeitdienste, die eine verzögerungsfreie Übertragung benötigen, über UMTS nur bedingt realisierbar. Ein 4G Anschluss hingegen ist, was die Latenzzeiten angeht, mit einem Festnetzanschluss vergleichbar und unterstützt dadurch Dienste wie Voice over IP oder Online Gaming.
Derzeit bieten bereits einige Provider in Deutschland LTE Internetzugänge an. So nennt sich das Produkt bei der Deutschen Telekom Call&Surf via Funk und ist zu einem Preis von 39,95 EUR pro Monat erhältlich. Die derzeit maximal mögliche Geschwindigkeit beträgt bei diesem Anschluss 7,2 Mbit/s. Zur Nutzung wird eine spezieller LTE Speedport Router der Telekom benötigt.
Bei Vodafone nennt sich das Produkt Vodafone LTE Zuhause und ist in drei Geschwindigkeitsstufen erhältlich. Der 3,6 Mbit/s Anschluss kostet 29,99 EUR pro Monat, der 7,6 Mbit/s Anschluss 39,99 EUR pro Monat und der 21,6 Mbit/s Anschluss 49,99 EUR im Monat. Mehr Informationen zur LTE Technik erhalten Sie auf www.long-term-evolution.de
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